Weinberge werden per Hubschrauber gespritzt
21. April 2011

Wenn die Hubschrauber-Spritzungen nicht wären, müssten 420 Ahrwinzer ihre Weinberge selbst vom Boden aus spritzen. Archivfoto: Manfred Schick
Die diesjährigen Hubschrauber-Spritzeinsätze in den Weinbergen der Ahr beginnen voraussichtlich am Montag, 9. Mai, in Heimersheim, Lohrsdorf und Ehlingen. Die Flüge werden anschließend ahraufwärts bis Mayschoß, Laach und Reimerzhoven fortgesetzt. Der genaue Zeitplan hängt vom Wetter ab. Die Raiffeisen Voreifel-Ahr Handelsgesellschaft (Telefon 02641/26067) gibt die genauen Einsatztage kurzfristig bekannt. Der vorläufige Spritzplan wurde vom Spritzausschuss Ahr in Zusammenarbeit mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel erstellt.
Bei den Spritzaktionen per Hubschrauber handelt es sich um ein streng kontrolliertes und genehmigungsbedürftiges Verfahren. Die Zuständigkeit liegt beim DLR in Bernkastel-Kues (Telefon 06531/956-0). Nur die unbedingt notwendigen Mittel werden gesprüht. Dabei werden keine Herbizide und keine Insektizide eingesetzt, sondern ausschließlich Fungizide (Antipilzmittel). Bei allen für die Spritzung vorgesehenen Pflanzenschutzmitteln muss die Zulassung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vorliegen.
Vorgesehen sind acht bis zehn Spritzungen von Mai bis Juli. Die Flugerlaubnis ist an bestimmte Witterungsverhältnisse mit relativer Windstille gebunden. Mindestabstände zur Wohnbebauung und zu Gewässern sind einzuhalten. Eingesetzt werden Antipilzmittel, die den echten und falschen Mehltau sowie die Grauschimmelfäule bekämpfen. Um eine mögliche Gefährdung von Menschen durch tief fliegende Hubschrauber auszuschließen, werden die Weinberge während der Ausbringung aus Sicherheitsgründen mit Markierungen abgesperrt. Die Spritzung kann auch noch in den Abendstunden erfolgen.
- Den vorläufigen Hubschrauber-Spritzplan für die Saison 2011 können Sie hier herunterladen (pdf, eine Seite).
- Weitere Beiträge zum Thema “Pflanzenschutz im Weinberg” finden Sie hier.
Quelle: Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 21. April 2011






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