Weinmanufaktur Walporzheim: Hoffest zur Eröffnung
27. August 2010
7,3 Millionen Euro Jahresumsatz, 1,1 Millionen verkaufte Liter Wein, Sekt und Traubensaft, eine Umsatzsteigerung von zwei Prozent und ein Bilanzgewinn von 59.000 Euro. Diese Zahlen für das Geschäftsjahr 2009/2010 nannte Rudolf Mies, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr, den Mitgliedern jetzt bei der jährlichen Generalversammlung, zu der sich die Genossenschaftsmitglieder die Jahr für Jahr am letzten August-Mittwoch treffen.
580.000 Euro seien investiert worden – in den Umbau des Gebäudes der ehemaligen Winzergenossenschaft Walporzheim, in Gärtanks, Holzfässer, Fahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Wegen der Investitionen in Walporzheim hat die Genossenschaft ihre Pläne zur Sanierung des großen Probierkellers in Mayschoß zurückgestellt. Die Vinothek in Walporzheim werde am Freitag, 24. September, eröffnet, sagte Mies. Samstag/Sonntag, 25./26. September werde ein Hoffest gefeiet. Auch die Gaststätte im Genossenschaftsgebäude werde saniert, so dass Anfang 2011 ein neuer Gastronom einziehen kann. Ab 2011 werde auch der Hof des Winzervereins von Mai bis Oktober bewirtschaftet. “Gaststätte und Weinverkauf sollen sich gegenseitig befruchten”, erläuterte Mies.
Zum Weingut Kloster Marienthal, an dem die Winzergenossenschaft zu einem Viertel beteiligt ist, sagte Mies, dass es inzwischen eine Entflechtung gegeben habe: In den ersten Jahren sei der Most aus den Weinbergen der ehemaligen Staatsdomäne in den beteiligten Betrieben hergestellt worden; inzwischen geschehe dies im Weingut in Marienthal selbst, zu dem heute noch 4,5 Hektar Rebfläche gehören. Die übrigen 14 Hektar der einstigen Domäne hätten die neuen Eigentümer untereinander aufgeteilt.
Wegen der laufenden Flurbereinigung im Bereich “Lehmerde” hat die Genossenschaft derzeit nur 125 statt der insgesamt 140 Hektar Rebflächen im Ertrag. Sie werden von 430 Genossenschaftsmitgliedern – darunter 90 Mitgliedern aus Walporzheim – bewirtschaftet. Wegen steigender Nachfrage würden im Bereich „Lehmerde“ ein Drittel Weißweinreben (Weißburgunder, Müller-Thurgau, Riesling) angepflanzt – auf den beiden übrigen Dritteln blaue Trauben der Rebsorten Früh-, Spätburgunder und Domina.
Rolf Leyendecker wurde für eine vierte Amtsperiode als ehrenamtliches Mitglied in den Vorstand der Genossenschaft gewählt. Rainer Hess bleibt weitere sechs Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrats. Gerrit Kanowski, Claudia Ley, Elias Lützenkirchen, Anita Weller und Herbert Stodden wurden als Neumitglieder in die Genossenschaft aufgenommen.
Quelle: General-Anzeiger und Rhein-Zeitung vom 27. August 2010






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